Tus Bad Wünnenberg räumt beim Bunnycup ab

Was für ein toller Auftakt! Platz eins und zwei für die Bad Wünnenberger Nachwuchsturnerinnen von Nina Hecker und Thorsten Walter.
Beim Bunnycup 2023 der Turnerjugend des ostwestfälischen Turngaus durften unsere Nachwuchstalente zeigen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. Die OWTG Jugend hatte diesen Wettkampf wie im Vorjahr als niederschwellige Gelegenheit organisiert, um die jungen Talente an eine Wettkampfsituation heran zu führen. Tatsächlich waren von den 187 startenden Mädchen und Jungen rund ein Drittel noch nie auf einem Wettkampf gewesen.

Für den Tus gingen in der Leistungsklasse 3 Evelin Schnell, Mia Eggert, Maja Hadzik, Emelie Gerken, Käthe Klinke und Elina Kling and den Start, in der Leistungsklasse 2 traten Jule Tölle, Emma Hermann, Melanie Krez, Leonie Schäfer, Viktoria Reichert und Ariane Plümpe an. Wie schon der Name, so sind auch die geforderten Übungen ein Bisschen verspielter als in der Gauliga. Zwar wurde auch an der Reckstange und am Boden geturnt, aber anstatt eines hohen Schwebebalken standen Bänke bereit, es wurde Dreisprung geturnt anstatt über einen Sprungtisch und die Balace bewiesen die Turnerinnen auf dem Pezziball.
Entschieden wurde der Wettkampf jedoch wohl am Kletterseil. Hier zahlte sich aus, dass in Wünnenberg das Kletterseil ein fester Bestandteil des Krafttrainings ist. Sogar unsere Turnerinnen, die sich im Training eher schwer damit tun, entwickelten, lautstark von ihrer Mannschaft angefeuert, plötzlich ungeahnte Kräfte.
So durfte unsere Mannschaft in der LK3 ganz oben aufs Treppchen und die Mannschaft der LK2 vom zweiten Podestplatz auf ein stattliches Starterfeld herabschauen, das sie hinter sich gelassen hatten.
Ein Debüt der anderen Art hatten unsere Gauligaturnerinnen Emma Stark und Jule Schlüter. Die beiden trugen mit ihrem ersten Kampfrichtereinsatz zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung bei. Wir  beglückwünschen die Turnerjugend des OWTG für den gelungenen Wettkampf und unsere  Nachwuchsturnerinnen für ihren beflügelnden Erfolg!

Der TuS bei den westfälischen Meisterschaften

Man könnte fast sagen, der Kreis Paderborn hat die westfälischen Meisterschaften 2023 unter sich ausgemacht: Bei den westfälischen Seniorenmeisterschaften und Landescup 2023 am 12. März in Stadtlohn war der überwiegende Teil des Starterfeldes aus Paderborn und Bad Wünnenberg angereist. Organisiert und geleitet wurde der Wettkampf von Bruno Hötger. Bei den Senioren ab 30 gingen Chris Sander, Thorsten Walter und Olaf Klinke für Bad Wünnenberg an den Start, im Landescup in der Altersklasse Ü-18 starteten der Wünnenberger Julian Woeste sowie Lewis Barhoumi für seinen Heimverein TV Paderborn. In der Klasse Ü-60 drückten wir dem TuS Mitglied Egbert Tacke die Daumen, auch wenn er für Paderborn startete.

Leider war der Wettkampf bei Weitem nicht so zahlreich besetzt wie am Vormittag bei den Damen. Chris und Thorsten mussten sich nur gegen einen Turner aus Kierspe behaupten,
Olaf versuchte dem Paderborner Thomas Kirchhoff den Titel zu entreißen, Julian und Lewis hatten es ebenfalls mit dem Paderborner Alejandro Peters zu tun. Egbert Tacke war in seiner Altersklasse allein.

Und es wurde noch spärlicher. Beim Einturnen verletzte sich Thorsten Walter leicht am Knie. An Landungen war beim westfälischen Meister von 2022 also nicht mehr zu denken. Um wenigstens die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften zu sichern, startete Thorsten nur an den Ringen und ließ sich sanft herab, anstatt wie sonst seinen Doppelsalto zu zeigen.

Chris, Lewis, Julian und Olaf zeigten insgesamt einen tollen Wettkampf. Alle sammelten an sechs Geräten mehr als 60 Punkte ein. Am Ende standen alle auf dem Treppchen. Der erste Platz blieb unseren Turnern jedoch verwehrt, mit Ausnahme von Egbert, der ja keine Konkurrenz fürchten musste. Julian und Lewis freuten sich über die Plätze 2 und 3, genauso wie Chris und Thorsten.
Olaf beendete den Wettkampf auf dem 2. Platz.

Der Hingucker des Tages waren sicherlich die Darbietungen von Reinhard Sieblitz vom TV Eichen in der Altersklasse Ü-70, der am Boden noch einen Salto und am Barren einen Handstand zeigte.
Von allen Seiten raunte es: Wäre ich doch mit 70 auch noch so fit wie er.

Dreieinhalb Turner siegen in Stockum

In Sachen Effizienz macht den Wünnenberger Landesligaturnern so schnell niemand etwas vor.
Wo andere Vereine Turner im Dutzend aufbieten, fährt die Startgemeinschaft (SG) Bad Wünnenberg/Elsen einfach mit vier Sechskämpfern los – und gewinnt. Und das teils ohne Streichwertung.
Beim zweiten Landesligawettkampf des westfälischen Turnerbundes am 25. Februar 2023 traten Lewis Barhoumi, Olaf Klinke, Thorsten Walter und Julian Woeste in Witten-Stockum an. Die junge Stockumer Mannschaft hatte zu ihrem Heimwettkampf alle Kräfte mobilisiert, inklusive einem ehemaligen Kameraden aus Paris und ihren Trainer Jannis Darvish. Die SG nahm’s gelassen und gönnte dem krankheitsgeschwächten Olaf sogar an zwei Geräten eine Pause, sobald klar war, dass auch ohne einen vierten Turner kein besseres Ergebnis zu erzielen wäre.
Die Jahre, in denen die SG nach dem ersten Gerät sechs Punkte hinten lag, sind entgültig vorbei. Drei solide Übungen von Thorsten, Julian und Lewis genügten für einen Punkt Vorsprung auf Stockum. Dabei erturnte Lewis mit der schwierigsten Übung und 13,0 Endergebnis die Tageshöchstwertung am Boden. Am Pauschenpferd erturnte Olaf die Tageshöchstwertung für das Gerät. Die jungen Stockumer konnten trotz akkurater Darbietungen in der Schwierigkeit nicht in Summe mit der SG mithalten. So war der Vorsprung nach zwei Geräten auf fast drei Punkte angewachsen.
An den Ringen durfte sich Olaf wieder zurücklehnen, denn Thorsten, Lewis und Julian fahren mittlerweile so routiniert hohe Wertungen an den Ringen ein, dass Thorsten sich sogar mal einen Handstand sparen kann und immer noch 13 Punkte erturnt. Fünf Punkte Vorsprung nach drei von sechs Geräten.
Den Sprung entschieden die Stockumer für sich. Lewis schonte sich, und Julian hatte für seinen schwierigen Überschlag mit Salto vorwärts ein Mal zu viel, ein mal zu wenig Drehung bei der Landung. Ein Zehntelpunkt trennte hier die beiden Mannschaften.
Am Barren kamen die vier Turner der SG gut durch, die Stockumer hingegen patzten teils bei dem Versuch, Thorsten und Lewis in Schwierigkeit gleich zu ziehen. Zum satten Vorsprung gesellten sich vier Punkte. Mit nunmehr fast neun Punkten Vorsprung konnte sich die SG am letzten Gerät fast alles erlauben. Julian, im ersten Landesligawettkampf noch vom Reck abgeschmiert, drehte diesmal fröhlich seine Riesenfelgen. Jannis für Stockum zeigte eine schwierige Übung mit vielen Drehungen, griff jedoch ein Mal daneben und musste runter. Olaf als Schlussturner für die SG hatte somit Narrenfreiheit und zeigte auch zwei verschiedene Riesenfelgen und eine Drehung.
Am Ende stand es 197,4 : 185,6 für die Gäste. Lewis sammelte allein 66,8 Punkte und war damit bester Einzelturner des Tages, gefolgt von Thorsten mit 64,5 Punkten. Auch Julian erturnte mehr als 60 Punkte an sechs Geräten. Die SG nimmt für fünf gewonnene Geräte 10 Gerätepunkte mit nach Hause. Die könnten im März wichtig werden, denn die SG möchte beim Heimwettkampf am 25. März gegen Plettenberg endlich einmal Landesligameister werden. Wir hoffen auf Unterstützung durch zahlreiches Publikum.

Die SG hat nun auch einen Instagram-Kanal!

erster Heimsieg in WTB Landesliga 2023

SG Wünnenberg/Elsen startet mit Heimsieg in die Landesligasaison 2023

Mit einem Sieg startet die Startgemeinschaft (SG) Wünnenberg/Elsen in die Landesligasaison 2023
des westfälischen Turnerbundes. Am Faschingsamstag hatte die SG in der Turnhalle Elsen
die zahlenmäßig zweifach überlegenen Turner aus Leopoldshöhe zu Gast.
Das schreckte aber die Gastgeber Lewis Barhoumi, Lars Borghoff, Olaf Klinke, Chris Sander, Thorsten Walter und Julian Woeste nicht. Die Wünnenberger haben erfahrene Universaltalente zu bieten.
Außerdem warteten die jüngeren Mannschaftskameraden wie Julian und Lewis darauf, ihre neu erlernten Schwierigkeiten zu zeigen.
Am Boden, dem ersten Gerät, war der Start für die SG holpriger als erhofft und die Gäste machten drei Punkte Vorsprung gut. Die zwei Wünnenberger Chris und Thorsten mussten wegen Sehnenproblemen Kameraden den Vortritt lassen, die nicht so hohe Schwierigkeiten zeigten.
Das Pauschenpferd war sicher geglaubt, tun sich junge Turner wie die aus Leopoldshöhe doch meist schwer damit. Tatsächlich patzten Olaf und Julian jedoch und so holte die SG nur magere 0,1 Punkte auf.
Gewonnen wurde der Wettkampf eigentlich am dritten Gerät, den Ringen. Hier trumpften Thorsten und Lewis mit schwierigen Übungen auf, Lewis mit Handstand, Thorsten mit Kreuzhang und Doppelsalto. Zu Recht fuhr Thorsten die lang ersehnten dreizehn Punkte für seine Übung ein.
Am Sprung wollten Lewis und Julian den nun recht komfortablen Vorsprung ausbauen und zeigten Sprünge, die in der Schwierigkeit deutlich über den sonst viel gezeigten Handstandüberschlägen liegen. Leider turnte Julian keinen der beiden Versuche in den Stand und Lewis nur mit großen Korrekturschritten.
Am Barren hielten sich die Kontrahenten etwa die Waage. Hier zeigten der frischgebackene Papa Chris eine routinierte Übung und und auch die anderen Turner Lewis, Julian und Thorsten ließen nichts anbrennen. So ging es mit drei Punkten Vorsprung ans Königsgerät, das Spannreck.
Der sicher geglaubte Sieg wurde noch zu einem Thriller, denn sowohl Chris als auch Julian verturnten spektakulär. Chris rettete eine ungeplante Schwungumkehr noch ohne Sturz mit einer blitzschnellen halben Drehung, Julian schmierte jedoch bei einem Rückschwung ab. Durch die Strafabzüge lagen beide Mannschaften gleichauf, als jeweils noch ein Turner jeder Mannschaft ans Gerät musste. Lewis rettete als Schlussturner der SG am Ende den Gesamtsieg, wogegen auch der erfahrene Leopoldshöher Reckturner Sebastian Ende nicht mehr auszurichten vermochte. Das Endergebnis, 194:193 für die SG Wünnenberg/Elsen war jedoch wesentlich knapper als erhofft.
Schon eine Woche später tritt die SG gegen die nächste Landesligamannschaft in Stockum an, am 25. März ist dann Plettenberg in Elsen zu Gast.

Bad Wünnenberger Turnerinnen und Turner gehen aufs Ganze – in die Top Ten

Voller Einsatz des TuS Bad Wünnenberg bei den Gaueinzelmeisterschaften 2022 am 5. November in Schloß Neuhaus.
Bei dem stark besetzten Einzelwettkampf schickte die Turnabteilung des TuS die gesamte weibliche Gauligamannschaft von Trainer Bruno Hötger ins Rennen sowie die Landesligaturner Julian Woeste, Thorsten Walter und Olaf Klinke. Lewis Barhoumi, ebenfalls in der Startgemeinschaft Wünnenberg-Elsen aktiv, startete für Paderborn. Die Einzelmeisterschaften sind das ideale Testfeld für die kommende Ligasaison, und so gingen alle Starterinnen und starter volles Risiko und zeigten, was sie neues gelernt haben. Das wäre nicht möglich gewesen, könnte der TuS nicht auf treue Kampfrichterinnen und Kampfrichter zurückgreifen. Denn je mehr Starter ein Verein meldet, desto mehr Kampfrichter muss er stellen. Für den TuS trugen Lisa Kaiser, Anna-Lena Woeste und Walter Borhghoff zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Doch nun zum sportlichen Geschehen. Die fünf Turnerinnen Sofia Hense, Emma Stark, Madeline Temme, Jule Schlüter und Rinad Machael zeigten insgesamt einen soliden Wettkampf. Ausgezahlt hat sich schon bei diesem Wettkampf das intensive Feilen an den Bodenübungen, die seit der vergangenen Gauliga um Salti und Flick-Flack erweitert wurden. Jule konnte am Boden im Schwierigkeitsgrad mit vier Jahre älteren Turnerinnen mithalten und erturnte die höchste Wertung an dem Gerät. Madeline als jüngste Turnerin der Mannschaft lieferte eine Stufenbarrenübung mit allen geforderten Schwierigkeiten ab, was lange nicht allen Turnerinnen in ihrer Altersklasse gelingt: zweithöchste Wertung am Barren. Auch Emma, Jule und Rinad zeigten Elemente, die sie erst kurz vorher gelernt hatten.
Insgesamt freuten sich die Turnerinnen über Platz 5, 6 und 10 von 17 für Emma, Jule und Rinad sowie Platz 8 und 10 für Madeline und Sofia.
Bei Julian und Olaf verlief der Wettkampf bis zum letzten Gerät weitgehend zufriedenstellend. Olaf zeigte seine neue Pauschenpferdübung (Tageshöchstwertung), Julian seinen Strecksalto am Boden und die neu erlernte Riesenfelge am Hochreck. Nur Thorsten, sonst einer der solidesten Turner der Landesligamannschaft, erwischte einen schlechten Tag und patzte an seinen Paradegeräten Pauschenpferd und Ringe. Am Sprung griffen Julian und Lewis dann nochmal tief in die Trickkiste. Lewis sprang den Tsukahara, eine Radwende mit Salto rückwärts und Julian zeigte seinen Handstandüberschlag mit Salto vorwärts, was eine enorme Sprung- und Abdruckkraft erfordert. Leider reichte bei beiden die Höhe nicht für eine saubere Landung. Trotzdem errang Julian noch die höchste Wertung am Sprung.
Thorsten, Julian, Lewis und Olaf errangen die Plätze fünf, vier, drei und zwei, nur verdrängt durch den Paderborner Oberligaturner Alejandro Peters.
Geehrt wurde ebenfalls TuS-Mitglied Egbert Tacke, der mit der westfälischen Mannschaft vor wenigen Wochen Bundessieger im Wettkampf der Senioren 60+ geworden war.

 

Einen Westfalenmeister und zwei Vizemeister stellt der TuS Bad Wünnenberg

Nur einen Tag nach dem Abschluss der Landesliga mussten Thorsten Walter
und Olaf Klinke wieder ran. Auch Tausendsassa Egbert Tacke, am Samstag
noch am Laptop der Wettkampfauswertung, zog im Mannschaftstrikot der SG
Wünnenberg-Elsen in der Klasse Ü60 in den Kampf um die westfälische
Seniorenmeisterschaft 2022 in Hamm. Neben dem Meistertitel winkte den
dreien die Qualifikation für die deutschen Seniorenmeisterschaften.
Lewis Barhoumi tauschte hingegen Trikot gegen Jackett und begleitete
die Wünnenberger Turner in Hamm als Kampfrichter. Olaf Klinke nahm es
in seiner Altersklasse mit dem Paderborner Oberligaturner Thomas
Kirchhoff auf und beendete den Wettkampf ohne Patzer mit einer
geringfügig besseren Leistung als im Wettkampf gegen Leopoldshöhe, auf
einem zu erwartenden zweiten Platz hinter Thomas Kirchhoff.
Thorsten Walter steckte der Sechskampf vom Vortag offenbar nicht in den
Knochen. Im Gegenteil: Er legte noch eine Schippe drauf und zeigte
seinen Doppelsalto Abgang von den Ringen. Die angepeilte 13-Punke-
Wertung blieb leider trotzdem unerreicht. Über den Titel
Westfalenmeister darf sich Thorsten dennoch freuen.
Währenddessen behauptete sich Egbert Tacke gegen den Wettkampferprobten
Stadtlohner Hans-Gerd Hemig, leistete sich keine groben Fehler und darf
sich wie Olaf Vizemester des westfälischen Turnerbundes nennen.

Knappe Kiste zum Landesligajubiläum

Auf den Tag genau 50 Jahre nach dem ersten Landesliawettkampf des
westfälischen Turnerbundes in Witten-Annen hatte die Startgemeinschaft
Wünnenberg-Elsen die Mannschaft aus Stockum und Witten zu Gast.
Angetreten waren die Gäste mit einer sehr jungen Mannschaft und ihrer
Allzweckwaffe Robin Günther, der schon auf viel höherem Niveau geturnt
hat.
Vor allem Dank einer sehr starken Übung von Lewis Barhoumi konnte die
SG den Stockumern am Boden das Wasser reichen. Weniger als ein Punkt
trennte die beiden Mannschaften nach dem ersten Gerät. Am Pauschenpferd
tun sich Nachwuchsturner meist schwer, Thorsten Walter hingegen turnte
die mit Abstand beste Pauschenpferdübung, und so hatte sich die SG nach
dem zweiten Gerät einen hauchdünnen Vorsprung von einem Zehntelpunkt
erarbeitet. Dieser Vorsprung schmolz an den Ringen auf einen
Zwanzigstelpunkt. Erneut turnte Thorsten die schwierigste und beste
Übung. Unser zweiter guter Ringeturner Lewis verpatzte aber leider zwei
Teile. Am Sprung eroberte dann Stockum die Führung, dank eines
schwierigen Tsukahara von Robin Günther. Als endgültig in der
Landesliga angekommen kann man unseren Debütanten Julian Woeste
bezeichnen, der den besten Handstandüberschlag von allen Turnern der SG
zeigte.

Zwei Geräte vor der Brust, hatte die SG knapp drei Punkte aufzuholen.
Den Barren konnte die SG durch saubere Übungen von Julian, Thorsten und
Lewis tatsächlich für sich entscheiden: Rückstand nur noch zweieinhalb
Punkte. Ohne den verletzten Chris Sander schwer aufzuholen, aber man
wusste nicht wie sich die jungen Stockumer am Reck schlagen würden. Es
blieb spannend bis zum Schluss: Als jede Mannschaft nur noch einen
Turner einzusetzen hatte, war der Rückstand tatsächlich aufgeholt und
die SG Wünnenberg-Elsen lag gut einen halben Punkt vorn. Hätte sogar
mehr sein können, aber Julian stürzte beim Abgang. Robin Günter machte
dann die Hoffnungen auf den Gesamtsieg zunichte mit einer Übung, die
mit mehr Schwierigkeit und besserer Ausführung als Schlussturner Lewis
aufwarten konnte. Am Ende verlor die SG knapp mit 193,3 zu 194,35
Punkten den letzten Landesligawettkampf der Saison 2022.

Erste Erfolge für die Wünnenberger Landesligamannschaft

Drei Gerätepunkte, Gesamtsieg, erste, zweit- und drittbeste
Einzelleistung. Der Turnvater Jahn meinte es gut mit den Turnern der
Startgemeinschaft (SG) Wünnenberg/Elsen. Zum zweiten
Landesligawettkampf in der Saison 2022 am 26. Fabruar schickte er nicht
nur besten Sonnenschein, sondern auch zwei lange vermisste
Mannschaftskameraden: Christian Ley aus Elsen und Lars Borhghoff aus
Bad Wünnenberg standen am Tag vor dem Wettkampf plötzlich in der
Turnhalle. Nach Leopoldshöhe rückte die SG also mit der
Kernmannschaft Thorsten Walter, Olaf Klinke und den wieder voll
einsatzfähigen Lewis Barhoumi und Julian Woeste 
sowie Lars und Christian an. Chris Sander hatte sich im Training den
Knöchel verletzt und wird wohl leider die ganze Saison ausfallen. Beim
Einturnen stellte sich jedoch heraus, dass zwei Jahre pandemiebedingte
Trainingspause nicht für Landesliganiveau reichen, und so
blieb Christian mit unserem Mannschaftsführer Egbert Tacke die
Zuschauerrolle. 
Leopoldshöhe ist ein Turnverein, der immer für Überraschungen gut ist,
weil er aus einem reichen Fundus an Nachwuchs schöpft. So traten acht
junge Turner und ein erfahrener gegen die SG an. Den Boden konnte die
SG knapp für sich entscheiden, dank einer fantastischen Übung von
Lewis und drei soliden Leistungen von Lars, Olaf und Thorsten. Am
Pauschenpferd hätte die SG eigentlich die Führung ausbauen müssen, 
aber kleinere Patzer und ein Sturz ließen den Gerätepunkt an
Leopoldshöhe gehen. 
Die Ringe sind ein Gerät, an dem sich junge Turner mangels Kraft schwer
tun. Nicht so die SG Wünnenberg/Elsen. Lewis zeigte seinen Handstand,
Thorsten seinen Kreuzhang und hätte sich noch einen weiteren getraut,
wenn nicht klar gewesen wäre, dass die SG auch so satte acht Punkte
Vorsprung heraus holen würde. Mühelos erturnte Thorsten die mit Abstand
höchste Ringewertung des Tages. Die Führung schmolz zwar am Sprung
leicht ab, aber am Barren konnten die Wünnenberger mit vier sauberen
Übungen von Olaf, Lewis, Thorsten und Julian erneut Vorsprung
gewinnen. Vor dem Königsgerät Reck stand also praktisch der Sieg schon
fest. Sebastian Ende holte für Leopoldshöhe nochmal knapp vier Punkte
heraus, während Julian einen eigentlich unnötigen Sturz bei der Landung
machte. Hier hätte die SG die Leistung von Chris Sander gut gebrauchen
können. Das Reck ging an Leopoldshöhe, aber der vorher erturnte
Vorsprung reichte dennoch für einen deutlichen Gesamtsieg mit 189,2 :
182,35 Punkten. Die einzigen Turner mit sechs Einsätzen an sechs
Geräten waren Lewis und Olaf, die mit 61,15 und 63,4 die
Tageseinzelwertung unter sich ausmachten. 

Bild v.l. Olaf Klinke, Thorsten Walter, Julian Woeste, Lars Borghoff,
Lewis Barhoumi und Heimkampfrichter Bruno Höttger.

	

Debüt für Bad Wünnenberger Nachwuchs in der Landesliga – sofort unverzichtbar

Endlich wieder Liga! Nach zwei Jahren Pause hatte die Startgemeinschaft Wünnenberg/Elsen am 12. Februar ihren ersten Landesligawettkampf. Durch die pandemiebedingte Pause sind vielen Vereinen, auch Wünnenberg und Elsen, etliche Turnerinnen und Turner abhanden gekommen. Ein Glücksfall, dass Julian Woeste und Lewis Barhoumi, zwei Schützlinge unseres inoffiziellen Mannschaftstrainers Egbert Tacke, bereit waren die Mannschaft aufzufüllen. Der Auftaktgegner Kierspe hatte auch die Reste der zerbröselten Gevelberger Landeligamannschaft aufgenommen und lief mit elf Mann auf. Die SG Bad Wünnenberg/Elsen konnte ohne Chris Sander, Lars Borghoff und Christian Ley gerade vier Turner aufbieten, von denen zwei auch noch nicht voll einsatzfähig waren: Julian hatte sich am Vortag im Training den Fuß verknickt und Lewis traf erkältet in Kierspe ein. Trotzdem zeigte Lewis noch eine schöne Bodenübung und seinen Handstand auf den Ringen, aber einige Kraftteile wollten nicht mehr gelingen. Julian setzte am Sprung und Boden aus, um den Fuß zu schonen. Aber seine sauberen Übungen am Barren und Reck standen den anderen in nichts nach. So kam es, dass an keinem der sechs Geräte eine Streichwertung zur Verfügung stand. Normalerweise turnen am Gerät vier Turner und nur die besten drei machen die Mannschaftswertung aus, der vierte wird „gestrichen“. Thorsten Walter und Olaf Klinke lieferten beide einen insgesamt soliden Sechskampf ab und machten so die Einzelwertung unter sich aus. Das blieb bis zum allerletzten Gerät spannend: Nach einem Patzer am Barren war klar, dass sich erst am Königsgerät Reck entscheiden würde, wer die meisten Punkte erturnt. Olaf Klinke beendete den Wettkampf als letzter Turner und machte einen kleinen Schritt bei der Landung. Thorsten Walter gewann die Tageswertung verdient mit einem Zehntelpunkt Vorsprung auf Olaf. Die Kiersper turnten technisch schwieriger, mussten aber auch feststellen, dass die Pandemie an der Zuverlässigkeit genagt hatte. So kam es zu vielen Patzern und Stürzen, und um ein Haar hätte Thorsten die beste Ringewertung erhalten und Kierspe das Reck an die Wünnenberger verloren. Insgesamt stand am Ende trotzdem ein deutlicher Unterschied von genau 20 Punkten zu Gunsten der Kiersper zu Buche, vor allem erturnt am Pauschenpferd und am Sprung. Der nächste Gegner Leopoldshöhe wird es wohl mit Chris Sander und einem gesunden Lewis Barhoumi zu tun bekommen, Ausgang ungewiss.

OWTG stark vertreten bei den deutschen Seniorenmeisterschaften

Endlich, nach einem Jahr pandemiebedingter Pause, fanden wieder die deutschen Seniorenmeisterschaften statt. Ausrichter war in diesem Jahr Spich bei Köln. Die Teilnehmer, die der TuS Bad Wünnenberg beisteuern konnte, waren ebenfalls gereift: Natürlich stellte der TuS mit Walter Borghoff einen erfahrenen Kampfrichter. Egbert Tacke, Paderborner und mittlerweile fester Bestandteil des Wünnenberger Trainingsbetriebs, ging in der Altersgruppe Ü60 an den Start. Für Olaf Klinke war es der letzte Einsatz in der Gruppe unter 40. Seine Premiere bei den Seniorenmeisterschaften feierte Thorsten Walter in der Altersgruppe 30 und älter, wo die Konkurrenz noch besonders stark ist. Das Team Westfalen komplettierten dann noch Marcel Jörgens und Moritz Brüggemann aus der Paderborner Oberligamannschaft sowie
Hans-Gerd Herning, Reinhard Sieblitz und Friedrich Breer bei den über 60jährigen. Für Egberts Gruppe am Samstag lief es rund: Als vierter in der Einzelwertung gewann Egbert mit den Westfalen die Meisterschaft der Landesturnverbände. Das junge Gemüse musste am Sonntag ran. Thorsten Walter musste nur am Pauschenpferd einmal absteigen, zeigte sonst seine gewohnt soliden Leistungen und wurde mit einem beachtlichen 6. Platz in der Einzelwerung belohnt. Ziel war es gewesen, beim Einstand unter die besten 10 zu gelangen. Olaf Klinke leistete sich ebenfalls einen Patzer am Reck, turnte an allen anderen Geräten durch. Am Ende reichte es für Platz 7 in der Einzelwertung. Die westfälische Mannschaft hatte sich vor allem gegen zahlreich und gut vorbereitet auftretende Thüringer zu behaupten, die denn auch den Titel der Landesturnverbände gewannen. Marcel Jörgens aus Paderborn zeigte einen schwierigen Salto rückwärts mit ganzer Schraube am Sprung, seinem ersten Gerät, und verdrehte sich bei der Landung das Bein. Krankenhaus, Wettkampf vorbei. Ohne Marcels starke Übungen an den folgenden Geräten war keine Schnitte mehr zu machen und so war es am Ende Platz 5 für die westfälische Herrenmannschaft. Dank weiblicher Unterstützung aus Schloß Neuhaus durften wir dennoch einmal aufs Treppchen: Den zweiten Platz als gemischte Mannschaft konnte sogar Marcel, mittlerweile mit Schiene und Gehhilfen, mit uns feiern.