Landesligamannschaft ist auch mit nur 3 Turnern für 200 Punkte gut

Auch ohne Punktegarant Thosten Walter, der eine Kampfrichterprüfung zu absolvieren hatte, hätte die SG Bad Wünnenberg/Elsen beinahe die SG Geiswald/Eichen geschlagen. Mit nur drei Turnern und zwei Kampfrichtern zuckelte der TuS Bad Wünnenberg durchs verschneite Sauerland nach Dreistiefenbach im Siegerland, um als erster Gegner der Saison gegen Geiswald/Eichen anzutreten. Im Landesleistungsstützpunkt angekommen, leuchteten allen Wünnenbergern die Augen wie kleinen Jungs unterm Weihnachtsbaum. Moskauboden, Schnitzelgrube, diverse Longen, Pauschenferde in allen Größen und Formen und ein Olympiabarren aus Tokio warteten darauf, von uns beturnt zu werden. Die Gastgeber boten von 13jährigen Nachwuchsturnern bis zum Seniorenturner Markus Römer eine breite Palette an Talenten auf. Dem entgegen standen aus Wünnenberg nur Julian Woeste, Lewis Barhoumi und Olaf Klinke, die somit ohne Streichwertung jeweils einen Sechskampf zu absolvieren hatten.
Der Wettkampf war bis zum Schluss spannend, auch weil sich keine der beiden Mannschaften große Patzer leistete. Julian ärgerte sich über seine Bodenwertung, die ihm duch die Aberkennung eines Strecksaltos verhagelt wurde. Lewis erzielte die höchste Wertung. Zwei Punkte Rückstand nach dem ersten Gerät. Am Seitpferd kamen die Wünnenberger alle recht gut durch, aber die Gastgeber beeindrukten durch eine wunderschöne Übung, die in der Liga wahrscheinlich Seinesgleichen sucht. An den Ringen konnten Julian (13,5) und Lewis wichtige Punkte gut machen. Hier hätte Thorsten uns noch ca. 1,5 Punkte mehr gebracht. Wünnenberg ging in auch so in Führung. Sprung und Barren waren etwa ausgeglichen, wobei Julian wieder den schwierigsten Sprung des Tages zeigte. Vor dem Letzten Gerät hatte Wünnenberg rund einen Punkt Vorsprung. Zu dünn? Geiswald/Eichen schickte ihren Joker Markus Römer an die Stange, der eine tolle Übung abspulte. Der Nachwuchs verzettelte sich, ein Sturz machte alles wieder möglich, weil Julian, Olaf und Lewis sauber durch die Übungen kamen. Trotzdem reichte es bei den Gastgebern am Ende für einen Vorsprung von etwa einem Punkt. Trotzdem erturnten die drei Wünnenberger 200,5 Punkte und somit unwesentlich weniger als beim ersten Wettkampf gegen Coesfeld.